Dialog lebt im und vom Gebet

Viele Menschen machen sich Gedanken über die Bedeutung des Dialogs - auch in Form von Meditation und Gebet. Einen solchen Beitrag können Sie hier nachlesen und für Ihr eigenes Nachdenken nutzen.
PDF herunterladen >>

___________________________________________________

Auf der Frühjahrskonferenz des Dekanates Schwarzwald-Baar zum Thema:  „Dialog im Licht des Evangeliums“ habe ich im Gottesdienst, mit der Absicht von den Schriften des Ersten Bundes her einen eigenen Akzent zu setzen, eine Predigt gehalten. In einer überarbeiteten Form wird sie nun hier im Internet Forum der Erzdiözese zur Dialoginitiative veröffentlicht.
PDF herunterladen >>

___________________________________________________

Der „Engel des Herrn“ erinnert an die „Dialoginitiative Gottes“, dieses Gebet will uns dialogfähig machen. Mit dem täglichen Gebet des „Angelus“ helfen wir mit, die Dialoginitiative fruchtbar werden zu lassen.
PDF herunterladen >>

___________________________________________________

Herr,

du Lenker und Beschützer deiner Kirche,
gib allen, die sich zum Dialog versammeln,
den Geist der Wahrheit, der Einsicht und des Friedens.
Leite uns in deiner Liebe
und schenke uns Geduld und Verständnis füreinander.
Lass uns erkennen, was dir gefällt,
und mit ganzer Kraft deinen Willen verwirklichen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
nach einem Tagesgebet bei einem Konzil oder einer Synode

___________________________________________________

Du Gott der Anfänge, segne uns,
wenn wir deinen Ruf hören,
wenn deine Stimme uns lockt
zu Aufbruch und Neubeginn.

Du Gott der Anfänge behüte uns,
wenn wir loslassen und Abschied nehmen,
wenn wir dankbar zurückschauen,
auf das, was hinter uns liegt.

Du Gott der Anfänge,
lass dein Licht leuchten über uns,
wenn wir in Vertrauen und Zuversicht
einen neuen Schritt wagen
auf dem Weg des Glaubens.

Gott, der Anfänge, segne uns. Amen.
aus Irland

___________________________________________________

Schuhe mehr lieben
als Stühle
Bewegung mehr
als Besitz
unterwegs nur
wächst die Erfahrung
von Menschen
als Gefährten
Andreas Knapp

 ___________________________________________________

Gottes Wort fällt vom Himmel –
          und es wächst aus der Erde.
Es hat keine Kraft als seine eigene –
          und keinen Mund als den unseren.
Es ist ganz anders als alle anderen Worte –
          und es ist eines unter den anderen Worten.
Es kommt vor allen anderen Worten –
          und kommt nach ihnen, weil es sie braucht,
          um sich selbst uns sagen zu können.
Es lässt sich nur aus sich selbst verstehen –
          und doch muss, wer es verstehen will,
          sich und die Welt verstehen.
Es ist der Maßstab –
          und richtet sich nach uns, um uns zu erreichen.
Es ruft Zeugen, die auf nichts anderes hören als auf
dieses Wort –
          und gerade darum den anderen zuhören,
          im Gespräch sind mit allen.
Bischof Klaus Hemmerle

___________________________________________________

Komm, Heiliger Geist,
komm in unsre Mitte;
sei du bei uns.
Lehre uns, was wir tun sollen;
weise uns, wohin wir gehen sollen;
zeige uns, was wir wirken müssen,
damit wir durch deine Hilfe Gott in allem wohlgefallen.
Gotteslob 28,7

___________________________________________________

Gott und Vater,
dein Sohn hat allen,
die sich in seinem Namen versammeln,
verheißen, in ihrer Mitte zu sein.
Gib, dass wir seine Gegenwart erfahren,
schenke uns dein Erbarmen und deinen Frieden
und segne unser Bemühen um Wahrheit und Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Tagesgebet bei Einkehrtagen und Pastoralkonferenzen

___________________________________________________

Die Religion ist ihrer Natur nach eine Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. Das Gebet spricht im Dialog diese Beziehung aus. Diese Form der Beziehung zeigt das Bestreben nach Korrektheit, Wertschätzung, Sympathie, Güte auf seiten dessen, der ihn aufnimmt; sie schließt eine aprioristische Verurteilung, eine beleidigende und fortgesetzte Polemik und eitles, unnutzes Reden aus. (...) Sie sucht den Vorteil des Partners und möchte ihn zu einer volleren Gemeinschaft der Gesinnung und Überzeugung führen. Jesus lebt uns vor, damit wir von ihm lernen: „Lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen“ (Mt 11,29). Der Dialog ist nicht hochmütig, verletzend oder beleidigend. Seine Autorität wohnt ihm inne durch die Wahrheit, die er darlegt, durch die Liebe, die er ausstrahlt, durch das Beispiel, das er gibt. Er ist weder Befehl noch Nötigung. Er ist friedfertig und meidet die heftigen Ausdrücke; er ist geduldig und großmütig. Mit Freude und Genugtuung sehe ich, dass ein solcher Dialog innerhalb der Kirche und mit ihrer Umwelt bereits im Gange ist. Die Kirche lebt heute mehr denn je! Aber bei genauer Betrachtung scheint es, dass die Hauptarbeit erst noch zu leisten ist. Die Arbeit beginnt heute und hört nie auf.
Enzyklika Ecclesiam Suam von Papst Paul VI., 1964

___________________________________________________

„Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen,
bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt.“
Eph 4,15

___________________________________________________

Wenn es also Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, herzliche Zuneigung und Erbarmen, dann macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig, dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.
Phil 2,1-11